Zerstört Investorenkapital die Nutzung von Fördermitteln?

Wenn Unternehmen in Vorhaben investieren wollen, dann steht im Idealfall die Frage im Raum: Sollen wir unser Vorhaben auf Förderfähigkeit durch einen Fördermittelberater testen lassen oder nehmen wir nur unser eigenes Kapital und keine öffentlichen Fördermittel oder nutzen wir das Kapital von möglichen Investoren?
Im besten Fall ist die Unternehmensleitung „offen“ für alles, weil es eine Auswahl hat. Eine Auswahl von möglichen Finanzierungsbausteinen für das jeweilige Investitionsvorhaben.
Ob nun eine Maschine kaufen, ein neues Vorhaben planen, eine Innovation umsetzen und in den Markt treiben, ein anderes Unternehmen dazu kaufen, eine Energieeffizienzmaßnahme einleiten, Verbindlichkeiten umschulden, die eigene Expansion ins Ausland starten, oder ob andere Investitionsentscheidungen zu treffen sind, die Finanzierungsplanung sollte auf einer Auswahl basieren.

Es gibt z.B. das Fördermittel „INVEST – Zuschuss für Wagniskapital“. Dabei erhält ein Investor eine quasi sofortige 20%tige Rückzahlung seines zur Verfügung gestellten Risikokapitals als Zuschuss! Diese 20% sind nicht rückzahlbar. Ein Investor der 250.000,- Euro zur Verfügung stellt, erhält auf Antrag einen Zuschuss von 50.000,- Euro! Übrigens: dieses Fördermittel können Unternehmen aktivieren, die max. 10 Jahre in Betrieb sind – also nicht nur junge Unternehmen!!!

Es gibt dann auch noch Garantien für Beteiligungen, sodass ein Investor vom Staat seine Beteiligung bis zu 50% absichern kann. Das ist für das Unternehmen und auch den Investor entscheidend! Dann gibt es weiter Fördermittelfonds, die Risikokapital an junge und alte Unternehmen zur Verfügung stellen. Es gibt Beteiligungen auch bis 2.5 Mio. Euro. In besonderen Fällen auch darüber hinaus.

Man kann also festhalten: Fördermittel und Investoren kann man sehr gut zusammen im Unternehmen nutzen, muss es aber nicht.
In den meisten Fällen der geförderten Anträge sind keine Investoren involviert, sondern das Unternehmen bekommt einen Zinszuschuss, oder einen Zuschuss auf die Gesamtinvestition oder Bürgschaften oder eigenkapitalergänzende Fördermittel oder auch Haftungsfreigestellte Kredite für die Hausbank.

Somit ergeben sich Vorteile im Unternehmen, die sich als Kosteneinsparung darstellen, oder die Bonität verbessern, weil eigenkapitalergänzende Fördermittel direkt wirken, oder die positiv auf die Bilanzkennzahlen wirken. Es sind oftmals aber die Liquiditätsvorteile und somit Einkaufsvorteile, die die Unternehmen schätzen.
Ein gefördertes Unternehmen steht in den meisten Fällen stabiler, weil es im Regelfall besser finanziert ist.

Ein ganz großer Vorteil ist aber die Planbarkeit mit Fördermitteln, weil diese speziellen Richtlinien unterworden sind. Was zugesagt ist, ist zugesagt. Da kommen keine Überraschungen, die dem Unternehmen plötzlich den Boden unter den Füssen wegreißen.

Aus meiner Erfahrung möchte ich aber auf einen Vorteil ganz besonders hinweisen: „Einmal gefördert – immer gefördert!“ Deswegen: Wer keinen Antrag in der richtigen Art und Weise stellt, kann keine Fördermittel bekommen!

Fazit: Das Abwägen ob Investor oder Fördermittel ergibt sich bei näherer Betrachtung dabei nicht, da es auch öffentliche finanzielle Fördermittel gibt, die bekommt man nur wenn ein Investor „mitgeht“ und andersherum gibt es auch Investoren, die deswegen in ein Projekt oder Unternehmen einsteigen, weil es öffentliche Fördermittel gibt.

Nutzen Sie Ihre Chancen und lassen Sie ihr Vorhaben auf Förderfähigkeit für öffentliche Fördermittel prüfen.
Unter http://www.foerdermittelanalyse.info erhalten Sie eine Videoerläuterung, wie Sie zu den richtigen Förderungen kommen.