Unternehmensnachfolge – Kaufpreis mit staatlichen Fördermitteln strukturieren – erfolgreich finanzieren

Wie Sie als Steuerberater Ihrem Mandanten und auch dem Unternehmenskäufer aktiv bei der Kaufpreisfinanzierung unterstützen können!

Auszug aus der Veröffentlichung:

 

Aller Banken- und Wirtschaftskrisen zum Trotz: Es gibt sie (noch), die gut laufenden Unternehmen, die seit vielen Jahren einen respektablen Umsatz und Ertrag erzielen, einen festen Kundenstamm haben und die auch in Zukunft rentabel arbeiten werden. Einige von ihnen haben ein ganz anderes Problem. Es steht die Unternehmensnachfolge an.

Doch wie soll die Übergabe aus betriebswirtschaftlicher und finanzieller Sicht gemeistert werden? Eine Unternehmensnachfolge ist ein sehr komplexer (finanzieller) Prozess. Oftmals ist die (Fördermittel-) Finanzierung des Kaufpreises eine sehr große Hürde, die aber auch mit Bravour genommen werden kann, wenn man die richtigen Fördermittel-Wege kennt. Mit einer professionellen Vorgehensweise stehen hier viele Türen offen, von staatlichen Stellen mit Fördermitteln oder Bürgschaften bis hin zu Investoren-Kapital aus Fördermittel (gerade für die Kaufpreisfinanzierung!). So ist ein zu Beginn fast kaum zu bewältigender „Unternehmens-Brocken“ mit mehreren kleinen Maßnahmen zu meistern.

 

Die möglichen Varianten zur Umsetzung der Unternehmensnachfolge sind je nach Situation auszuwählen bzw. manchmal leider auch zwingend nötig:

1.         Familieninterne Nachfolge

2.         Externe Nachfolgeregelung (Verkauf an eine private Person, oder auch mehrere private Personen)

3.         Management-Buy-Out (Unternehmen wird an internes Management verkauft)

4.         Management-Buy-In (externes Management kauft das Unternehmen)

5.         Employee-Buy-Out (Unternehmen wird an die Mitarbeiter verkauft)

6.         Stiftungen

7.         Gang an die Börse (Going Public): Aktiengesellschaft

8.         Leverage Buy-Out (Verkauf an Dritte über Fremdkapitalfinanzierung)

 

Unternehmensnachfolge – der Markt für Käufer oder Verkäufer?

Die Daten zur Menge von Unternehmen die jährlich zum Verkauf stehen, werden in verschiedenen Studien unterschiedlich aufgearbeitet. Ich habe Ihnen die konservativsten Daten hierzu „mitgebracht“. Sie haben damit eine transparente Datenlage. Die Menge zu kaufender Unternehmen ist sehr groß ist und wächst aufgrund der demographischen Veränderungen in der nächsten Zukunft weiter.

•           Ca. 25.000 Unternehmen jährlich stehen vor der Nachfolgefrage

•           „Nur“ jedes Dritte Unternehmen bleibt im Familienbesitz!

•           Gesucht sind deshalb „externe Käufer“!

•           … oder Liquidation des Unternehmens wäre die Folge

 

Gründe warum keine interne Unternehmensnachfolge/ Unternehmensverkäufe umgesetzt werden:

•           Kinder o.ä. nicht interessiert

•           Kinder o.ä. nicht geeignet

•           Kinder o.ä. zu jung

•           Keine Kinder

•           Mitarbeiter nicht geeignet

•           Mitarbeiter nicht interessiert

•           Finanzielle Mittel fehlen

 

Allgemeine Ausgangslage Käufer-Verkäufer

Gründe warum (viele) Kaufvorgänge scheitern, ist die fehlende Konzentration der Beantwortung von Käufer und Verkäufer auf die drängendsten Fragen, die vor der Kaufpreisverhandlung und somit vor der Finanzierung mit und ohne Fördermittel gemeinsam zu erstellen sind. Steuerberater haben hier potentielle Ansätze die Unternehmensverkäufer, sowie die Unternehmenskäufer zu beraten.

 

Folgende Fragen können helfen, um zu klären, um was es eigentlich beim (Ver-)Kauf  bzw. der Unternehmensnachfolge geht:

 •          Was soll/ wird eigentlich verkauft?

•           immateriell und materiell, Grundstück, Kunden, Netzwerke, Waren

•           Kauftiefe? – Geschäftsanteile, Teilbereiche oder 100% (Asset oder Share)

•           Wie soll der Kaufpreis „fließen“?

•           100% jetzt, dauernde Last oder in Raten, oder sogar Earn out?

•           Lastenfreier Verkauf?

•           Mit oder ohne Schulden?

•           Wer soll/ darf der Käufer sein?

•           PE, VC, Privat, …

•           Eigenkapital des Käufers und Lösung der Kaufpreisfinanzierung

•           Steuerliche Betrachtung Verkäufer und Käufer

 

Umfrage zum Kauf und Verkauf

Meine Aussagen über das Scheitern von Kaufverhandlungen, und damit das Scheitern von Unternehmenskäufen basieren auf praktischer Erfahrung. Um diese Erfahrungswerte mit wissenschaftlichen Daten zu unterlegen, füge ich hier eine Statistik des DIHK an. Diese wird unter Verkäufern und Käufern von Unternehmen durchgeführt und gibt zusätzliche Erkenntnis für Sie Steuerberater eines Unternehmens:

Die Umfrage zeigt die TOP 4 Probleme des Verkäufers und die TOP 4 Probleme des Käufers, die zum Scheitern und Abbruch des Kaufvorganges geführt haben.

   

Zukunft der (Fördermittel-) Finanzierung

Für Käufer von Unternehmen, die einen Teil oder auch den gesamten Kaufpreis mit Banken, Förderkrediten, etc. finanzieren wollen (müssen), kommt es oft zu erheblichen Hürden bei der Kreditantragstellung. Dies liegt auch daran, dass wiederum an die Banken erhebliche Anforderungen seitens der Gesetzgeber gestellt werden. Egal ob „Heute“ oder „Morgen“ (Zukunft): die Finanzierungsprobleme nehmen deutlich zu.

Damit kommen auf die Verkäufer von Unternehmen, die sich dem Prozess der Unternehmensnachfolge stellen, erhebliche Probleme zu. Aber auch die Käufer von Unternehmen kommen immer mehr Anforderungen seitens des Finanz- und Kapitalmarktes zu.

 

Die wichtigsten Anforderungen liegen in folgenden Parametern:

•           Anforderungen an Banken und Kunden aus „Basel 2“

•           Anforderungen an Banken und somit Kunden aus „Basel 3“

•           Eigenkapitalanforderungen an die Banken

•           Eigenkapitalanforderungen an die Käufer

•           berücksichtigter Investitionsstau im (Ziel-)Unternehmen

•           Finanzierungsanträge, die NICHT unter Zeitdruck stehen

Im Ergebnis ergibt sich bei NICHTBEACHTUNG immer ein Kernproblem:

 

Um Ihre Sicht als Steuerberater auf die verschiedenen Aspekte aus Sicht der Fördermittelberatung und Fördermittel-Finanzierung bei Unternehmensnachfolgen zu lenken, wird hier ein Praxisfall beleuchtet, wie er immer wieder vorkommt. Aus diesem Praxisfall leite ich im weiteren Verlauf unterschiedliche Beratungsansätze für Steuerberater ab:

 

Ihr Mandant kommt gestresst zu Ihnen und will das Thema Unternehmensverkauf besprechen. Der Käufer ist bereits vorhanden und will das Unternehmen – eine GmbH - Ihres Mandanten kaufen. Das wichtigste aber ist: Eine erste Finanzierungsanfrage ist bereits ohne Begründung von der Bank des Käufers abgelehnt worden. Ihr Mandant sagt „Irgendetwas ist mit den Fördermittel-Anträgen des Käufers, fehlenden Sicherheiten und eine Bürgschaftsbank ist auch noch involviert!“. Wie können sie als Steuerberater jetzt hierbei strukturiert vorgehen, um das Vorhaben „Unternehmensnachfolge“ Ihres Mandanten zu retten? Was ist zu bedenken im Dschungel der Fördermittel und welche Anforderungen warten im Hintergrund? 

 

Den ganzen Text erhalten sie beim IWW - Institut Wissen für die Wirtschaft.

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